20 Okt

Termine und Zeiten

20.10.2018 · 19:00 Uhr

Preisinformationen

12 Euro, ermäßigt 7 Euro

Veranstaltungsort

Rathaus - Arkadensaal
Mühlenstraße 26
97877 Wertheim

Veranstalter

Kammerorchester Grombühl

Sinfoniekonzert: Komponistinnen des 19. Jahrhunderts

Mayer, Schumann & Farrenc

Unter dem Motto „Komponistinnen des 19. Jahrhunderts“ lädt das Kammerorchester Grombühl am Samstag, den 20. Oktober dazu ein, selten zu hörende Werke von Emilie Mayer, Clara Schumann und Louise Farrenc zu entdecken. Als Zeitgenossinnen von Mendelssohn, Schumann, Brahms, Chopin, Glinka und Liszt setzten sich die drei Komponistinnen rege mit der Musik ihrer Zeit auseinander, hatten dabei aber immer wieder mit Vorbehalten gegenüber den schöpferischen Fähigkeiten von Frauen zu kämpfen. Allein die Tatsache, dass die Musik aus der Feder einer Frau stammte, führte häufig dazu, dass diese Werke in der männlich dominierten Musikwelt nicht ernstgenommen wurden, weil – so etwa der Kritiker C.F. Becker in einer Besprechung von Clara Schumanns Klavierkonzert – „weil wir es mit dem Werk einer Dame zu thun haben.“ Im Gegensatz zur Musik der meisten ihrer männlichen Kollegen gerieten die Werke von Mayer, Farrenc und Schumann nach deren Tod rasch in Vergessenheit – zu Unrecht, wie das Kammerorchester Grombühl findet.

 

So sind etwa in der Ouvertüre Nr. 2 in D-Dur der Berliner Komponistin Emilie Mayer Anklänge an den Freischütz Carl Maria von Webers zu entdecken. Das Stück gibt einen kleinen Einblick in Mayers umfangreiches Werk, das erst seit einigen Jahren nach und nach wieder aufgeführt und eingespielt wird.

 

Clara Schumann schrieb ihr Klavierkonzert op. 7 (Solistin: Miho Outekhin) im Alter von 15 Jahren. Dass ihr späterer Ehemann Robert Schumann nicht nur Vorschläge machte, in welcher Tonart das Werk stehen sollte, sondern es schließlich sogar für sie instrumentierte, ist ein gutes Beispiel dafür, wie eng komponierende Frauen im 19. Jahrhundert oft mit männlicher Einflussnahme aus ihrem engsten Umfeld konfrontiert waren.

 

 

 Nahezu zeitgleich mit Schumann und Mayer lebte und komponierte Louise Farrenc in Paris, wo sie – ungewöhnlich für Frauen zu dieser Zeit – Professorin für Klavier am Conservatoire war. Ab den 1830er Jahren erregte sie Aufmerksamkeit mit Orchesterwerken; so wurde etwa ihr Op. 17 von Robert Schumann wohlwollend besprochen. Ihre Werke wurden zu ihren Lebzeiten aufgeführt und erschienen zu einem großen Teil auch im Druck, gerieten allerdings nach ihrem Tod in Vergessenheit. In ihrer ersten Sinfonie entfaltet sie eine klassisch-romantische Klangwelt mit großen Melodiebögen, die innerhalb der Musik des 19. Jahrhunderts ihren eigenen Platz verdient hat.

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