Der erhöhte Standort der Kirche sorgt für einen erhabenen Eindruck.

Katholische Pfarrkirche St. Venantius

Die Kirche St. Venantius ist die 1840 bis 1842 erbaute römisch-katholische Stadtpfarrkirche von Wertheim. Die Kirche befindet sich inmitten von Amtsbauten und Villen in städtebaulich reizvoller Lage.

Von Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die seit der Reformation evangelische Stiftskirche für zwei
Jahrhunderte als Simultaneum, d.h. sowohl für evangelische Gottesdienste als auch für katholische Messen genutzt, bis 1840 mit dem Bau der katholischen Pfarrkirche St. Venantius begonnen wurde. Sie ist erbaut im Stil des neoromantischen Historismus mit neogotischen Elementen und wurde 1842 durch den erzbischöflichen Dekan und Stadtpfarrer von Tauberbischofsheim, Johann Baptist Binz, feierlich
eingeweiht. Errichtet wurde die Kirche durch Bezirksbaumeister August Moosbrugger, Schüler von
Heinrich Hübsch.

Erst 1869 wurde der Hochaltar gestaltet, und zwar durch den Bildhauer Anselm Sickinger, der ebenfalls
den bestehenden Hochaltar der Münchener Ludwigskirche gestaltete. Der Wertheimer Hochaltar wurde
jedoch in den 1960er Jahren größtenteils im Zuge der Purifizierung entfernt und zerstört.

Der Innenraum der Kirche wird beherrscht von drei Hängekuppeln („Böhmische Kappen“), deren
Gewölbegurte von polygonalen Wandvorlagen getragen werden. 1981/83 wurde die Fassung der Kirche aus der Zeit um 1869 weitgehend wiederhergestellt.

Das zur Pfarrei zugehörige Kirchenzentrum auf dem Wartberg wurde im Jahr 1976 eingeweiht.

Die letzte Renovierung und Sanierung der Pfarrkirche erfolgte in den Jahren 2015 bis 2016. Dabei wurden u.a. der 15 Stationen umfassende historische Kreuzweg neu angebracht, Wandfassungen freigelegt und der Kirchenvorplatz neu gestaltet.